Ziegenkäsetarte {Feige / Tomate / Thymian / Ziegenkäse / Parmesan}

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Die Idee für diese Tarte hatte ich, als ich die ersten reifen Feigen bei meinem Obsthändler gesehen habe. Feigen und Ziegenkäse sind großartig, vor allem wenn man noch eine wenig Thymian hinzugibt. Leider sind nicht alle Familienmitglieder Fan dieser Kombi aus fruchtig und herzhaft. Also hole ich ein paar reife Flaschen- und Ochsenherz-Tomaten aus dem Garten und bereite eine zweite Variante für den Rest der Familie zu. So sind später am Tisch alle glücklich :-)

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Zutaten für den Mürbeteig

  • 400g Weizenmehl (Typ 550) 
  • 200g kalte Butter
  • 1 Prise Salz
  • 4-5 El kaltes Wasser
  • 1 Tl Paprikapulver
  • 80g geriebener Parmesan

Zutaten für die Füllung

  • 2 reife Feigen
  • 4 Flaschentomaten
  • 2 Ochsenherzen
  • 4 Charlotten
  • 6 Stängel Thymian  
  • 300g Ziegenfrischkäse
  • 300g Saure Sahne  
  • 5 Eier
  • Salz und Pfeffer
  • 2 El Schnittlauch
  • 250g geriebener Ziegengouda

Zubereitung

Aus den Zutaten für den Mürbeteig rasch mit den Händen einen glatten Teig kneten und diesen in Frischhaltefolie gewickelt mindestens 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.

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In der Zwischenzeit die Tomaten, die Feigen und die Kräuter waschen und mit einem Küchentuch vorsichtig abtrocknen. Den Stilansatz der Feigen entfernen und diese vierteln, wobei die Viertel am Boden noch verbunden sein sollten. Die Ochsenherzen quer in fingerdicke Scheiben schneiden, die Flaschentomaten der Länge nach halbieren, beide Sorten falls nötig von grünen Stilansatz befreien. Die Charlotten ebenfalls der Länge nach in Achtel teilen, den Schnittlauch in feine Ringe schneiden und die Blättchen von den Thymianstängeln abrupfen.

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Den Backofen auf 175°C Umluft vorheizen. Das Rezept reicht für zwei kleine Tartformen mit ca. 12cm Durchmesser und zwei Tarteformen mit ca. 24-26cm Durchmesser. Die Böden von den kleinen und mittelgroßen Tarteformen mit Backpapier auslegen. Ziegenfrischkäse und saure Sahne verrühren, die Eier sorgfältig untermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Schnittlauch und 1/3 vom geriebenen Ziegengouda unterheben. Den Teig dünn ausrollen und die Tarteformen damit auslegen. Jeweils eine der aufgeschnittenen Feigen in eine der kleinen Tarteformen mittig setzten und die Käsemasse drumherum mit einem Löffel einfüllen. Die Feigen mit etwas von dem verbleibenden Ziegengouda und Thymian bestreuen und bereitstellen. Die übrige Ziegenkäsecreme auf die beiden Tarteformen verteilen und die Tomaten und Charlotten gleichmäßig auf beide Formen verteilen. Mit dem übrigen Käse und Thymian bestreuen und alle Formen in den Backofen geben. Die Tartes zwischen 30 und 45 Minuten bzw. bis die Käsemasse gestockt ist und die Oberfläche goldbraun ist, backen.

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Die Tartes einen Moment auskühlen lassen und noch lauwarm servieren. Mit einem Glas Federweißen oder einem kühlen Bier schmecken sie großartig. Sie sind aber auch kalt und für unterwegs als Picknick wunderbar.

Genießt einen goldenen Herbstabend und habt eine gute (Kuchen-)Zeit!

Eure Tine 

 

 

Tomaten-Crumble {Tomate / Basilikum / Parmesan / Mandel}

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Spätestens seit Raabe Socke wissen wird, dass "Alles wächst". Mit dem ersten eigenen Garten war uns allen sofort klar, dass dort irgendwo ein kleiner Nutzgarten rein muss. Klein aber fein, ist hier vollkommen ausreichend. Eine Ecke wird von drei wuchernden Tomatenbüschen eingenommen, die wir momentan nur noch mit Müh und Not bändigen können. Aber das stört eigentlich niemanden, denn sie liefern eine reiche und wunderbar aromatische Ernte. Aber was backt man mit Tomaten, wenn die Ernährung im Moment abends eher low carb sein soll? Ein Crumble mit Mandel-Käse-Streuseln ist die perfekte Lösung.

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Zutaten für die Tomaten

  • 1,2kg frische Tomaten
  • 3 Charlotten
  • 1-2 El Olivenöl
  • 1 Tl Puderzucker
  • Salz & Pfeffer

Zutaten für die Streusel

  • 100g weiche Butter
  • 60g geriebener Parmesan
  • 60g geriebener Cheddar
  • 120g gemahlene Mandeln
  • 125g gemahlene Pekannüsse
  • 4 Stile Basilikum
  • 1 Tl Salz

Zubereitung

Den Backofen auf 180°C Umluft vorheizen. Die Tomaten waschen, bei größeren Exemplaren den Stilansatz entfernen und in fingerdicke Scheiben schneiden. Kleine Tomaten ganz lassen. Eine Auflaufform mit Olivenöl fetten und eine erste Schicht Tomaten hineingeben. Die Charlotten schälen und in feine Ringe schneiden. Einen Teil der Zwiebelringe auf den Tomaten verteilen, etwas Puderzucker darüber stäuben und mit Salz und Pfeffer würzen. Ebenso weiter verfahren, bis alle Tomaten und Zwiebeln aufgebraucht sind.

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Die Blätter von drei Basilikumstilen abzupfen und mit dem Salz in einem Mörser fein zerreiben. Butter, Käse und Mandelmehl sowie die Basilikumpaste mit den Händen zu einem bröseligen Teig verarbeiten. Die Streusel gleichmäßig auf den Tomaten verteilen und den Crumble für 20-30 Minuten im vorgeheizten Ofen backen.

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Den Crumble aus dem Ofen nehmen, mit den übrigen Basilikumblättern dekorieren. Mit einem kühlen Bier, einem Glas Wein oder ohne Alkohol zum Beispiel mit einem Infused-Water servieren. Ich wünsch euch einen köstlichen Abend und eine wunderbare (Crumble-)Zeit.

Eure Tine

Liebe zur neuen Heimat

Inzwischen ist Frankfurt am Main seit einigen Jahren meine – nun gar nicht mehr so – neue Heimat. Hier lebe ich mit meiner Familie, arbeite und hier steht nun auch die Wiege von ZeitfürKuchen! Frankfurt hat mich wunderbar aufgenommen und mit der Geburt des Blogs finde ich, dass es an der Zeit ist hier auch etwas für diese "neue" Heimat typisches zu präsentieren! Nach ein bisschen Überlegung habe ich mich entschlossen, das für Frankfurt charakteristische Gericht Grüne Sauce aufzugreifen und quasi für die Kuchenwelt tauglich zu machen. Es gibt also heute eine Ziegenkäse-Quiche mit den Kräutern der Grünen Sauce und karamellisierten Rispentomaten oder einfach eine  "Grie-Soß" Quiche - wie der Hesse sagen würde -  mit Ziegenfrischkäse.

Die Kräutermischung lässt sich in Frankfurt ohne weiteres - bereits fertig zusammengestellt - kaufen. Es handelt sich dabei um sieben Kräuter, die ggf. saisonal mit verschiedenen Schwerpunkten kombiniert werden. So kann es geschmacklich zu leichten Abweichungen kommen. Bei den sieben Kräutern handelt es sich klassisch um Schnittlauch, Petersilie, Kresse, Kerbel, Borretsch, Pimpinelle sowie Sauerampfer.

Und so führt mich heute der Weg in die herrliche Kleinmarkthalle im Herzen von Frankfurt. Neben der speziellen Kräutermischung, die in handlichen kleinen Päckchen verkauft wird, bekomme ich auch immer wunderbar aromatische kleine Tomaten, die ich für meine Ofen-Tomaten verwende. Die Kleinmarkthalle ist eine Institution in Frankfurt und lohnt sich immer, wenn man qualitativ hochwertige oder ausgefallene Obst- oder Gemüsesorten bzw. super frische Fisch- und Fleischwaren benötigt. Tatsächlich musste ich, außer ein paar festen Stielen, nichts von den sieben Kräutern wegschmeißen - der Weg hat sich also gelohnt.

Für eine kleine Quiche benötige ich Folgendes:

Zutaten

  • aromatische Rispentomaten (2 Hände voll)
  • etwas Olivenöl
  • je 1 TL Salz und braunen Zucker
  • etwas Pfeffer
  • Chili, Ingwer, Zwiebeln nach Geschmack
  • 200g Dinkel-Vollkornmehl
  • 100g Dinkel- oder Weizenmehl
  • 200g Butter (z.B. Joghurtbutter)
  • 1 Eigelb
  • etwas Salz
  • Paprikapulver nach Geschmack
  • 1 - 1/2 Päckchen frische Grüne Sauce Kräutermischung (125g)
  • 150g Ziegenfrischkäse
  • 3/4 Becher Sahne
  • 2 Eier (Größe M)
  • Salz und Pfeffer

Zubereitung

Der Mürbeteig reicht für 2 kleine Quiches oder kann, wenn er nur mit einer Prise Salz und ohne die Zugabe weiterer Gewürze zubereitet wird, auch für ein süßes Gebäck verwendet werden. Zum Beispiel lassen sich mit Hilfe eines Muffinbleches kleine Tartlets backen und anschließend mit einer Creme füllen und frischen Beeren dekorieren. Yummi.

Aber zurück zur heutigen herzhaften Alternative: Für den Teig mische ich beide Sorten Mehl, gebe das Salz, die kalte und in Stücke geschnittene Butter sowie ein Eigelb hinzu. Je nach Geschmack ist es auch möglich, den Teig ausschließlich mit Vollkornmehl herzustellen, allerdings sollte man in diesem Fall das gesamte Ei (inkl. Eiweiß) zum Mehl geben. Sollte der Teig dann zu feucht sein, etwas (helles) Mehl beimischen. Alle Zutaten rasch zu einem geschmeidigen Teig verkneten und diesen in Frischhaltefolie gehüllt im Kühlschrank ruhen lassen.

Während der Teig Pause hat und entspannen darf, wasche ich vorsichtig die Tomaten, lasse sie abtropfen und gebe sie in eine feuerfeste Auflaufform. Die Tomaten mit etwas Olivenöl beträufeln und das Salz ebenso wie den Zucker und den Pfeffer dazu geben. Alles vorsichtig vermischen und bei 160° Umluft in den Backofen stellen. Der Ofen muss in diesem Fall nicht vorgeheizt sein. Bis die Tomaten fertig sind, dauert es ca. 40 Minuten.

Die Kräuter wasche ich gründlich, schüttle sie aus und gebe sie in meinen Standmixer. Für einen sehr intensiven Kräutergeschmack kann man ruhig das gesamte Päckchen verwenden, ansonsten empfiehlt sich die Hälfte der Kräutermenge. Zu den Kräutern (unabhängig von der verwendeten Menge) kommen die beiden Eier, die Sahne sowie der Ziegenfrischkäse. Gewürze nicht vergessen - und los geht's. Das Mixen der Kräuter erfordert etwas Geduld, denn bis die Messer tatsächlich alles erwischen und nicht mehr leer laufen, kann es etwas dauern. Die Flüssigkeit hilft aber in der Regel, ansonsten kann man zwischendurch ein bisschen mit einem Kochlöffelstiel bei ausgeschaltetem (!!) Standmixer alles nach unten drücken.

Den Boden einer Springform von ca. 18cm Durchmesser mit Backpapier auslegen. Die Hälfte des Mürbeteiges aus dem Kühlschrank holen und nochmals teilen. Einen Teil für den Boden verwenden und mit den Händen oder einer kleinen Teigrolle gleichmäßig auf dem Boden der Springform verteilen. Aus dem verbleibenden Teig eine Rolle formen und diese auf den Boden der Springform an den Rand legen. Mit jeweils zwei Fingern beider Hände (Zeige- und Mittelfinger) den Teig an den Rand drücken und dabei hoch ziehen. Die Grüne-Sauce-Masse in die so vorbereitete Springform füllen. Den Backofen auf 160° Ober-Unter-Hitze umstellen und die Quiche in den Ofen stellen. Nach ca. 45 Minuten - die Masse sollte aufgegangen sein und nur noch leicht nachgeben - die Quiche aus dem Ofen holen.

Bevor ich die Quiche aus der Springform befreie, lasse ich sie einigen Minuten auskühlen. Vorsichtig mit einer dünnen Messerklinge zwischen Springformrand und dem Rand des Teiges herfahren und die Quiche so aus der Form lösen. Mit Hilfe des Backpapieres lässt sich die Quiche relativ einfach auf eine Tortenplatte oder Ähnliches heben. Nach Belieben mit den Kirschtomaten garnieren und / oder diese zu der Quiche servieren.

Viel Spaß mit dem Rezept und habt eine gute (Kuchen-)Zeit!